Angeln für Angler - BigFischer.de

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BigFischer.de soll dir die Grundlagen vom Angeln näher bringen, und dir vielleicht zu einem neuen Hobby verhelfen. Angeln bedeutet in der Natur seinem Hobby nachzugehen und es bedeutet auch die Natur besser kennen und verstehen zu lernen. Ein guter Angler versucht die Natur zu begreifen, zu schützen und sie zu erleben.

 

Angeln

dorsch

Angeln ist in vielen Ländern ein Volkssport, traditionell gibt es in Ländern wie Schweden, Norwegen und England eine sehr große Anzahl von Anglern, aber auch in Deutschland, Frankreich und vielen anderen Europäischen Ländern gibt es sehr viele Sportangler und Hobbyangler. Unter dem Begriff "Angeln" versteht man die Fischerei mit einer Handangel, oder Angelrute. Diese Angelrute besteht minimal nur aus einer Schnur, einem Haken und natürlich dem Köder. Normalerweise besteht sie jedoch aus der Angelrute, der Angelrolle, Angelschnur, einem Wirbel und dem Vorfach mit dem Angelhaken. Da es verschiedene Angelmethoden gibt, sind auch unterschiedliche Ausrüstungen und Montagen notwendig, bei einigen benötigt man kein Vorfach, bei anderen keinen Wirbel.

 

Angelmethoden

twister

Es gibt unterschiedliche Angelmethoden auf unterschiedlich Fischarten und Gewässer zugeschnitten. Es ist allen gemeinsam, dass sie den Fisch dazu bringen wollen, den mit einem Haken versetzten Köder als Beute/Nahrung aufzunehmen, so das man den Fisch mit der Schnur aus dem Wasser ziehen kann. Da Fische fressen müssen, können somit auch fast alle Fische geangelt werden. Einige Fischarten gehen sogar auf blanke Haken, weil sie nicht zwischen diesen blitzenden Metall und ihrem natürlichen Futter unterscheiden können. Die meisten Fische müssen aber mit einem Köder getäuscht werden, der dem Fisch eine natürliche Nahrungsquelle vortäuscht und den Fisch so zum Anbiss verleitet. Nur einige wenige Fischarten sind so schwer zu täuschen, oder ihre Nahrung ist so speziell das ein Angler diese nicht zum Biss verlocken kann. Einen Fisch zu täuschen ist leichter, wenn die Fische aufgeregter sind und der Konkurrenzdruck zu vorschnellen Handlungen verleitet, deswegen wird oft angefüttert, um ihren Futterneid zu schüren und die Fische am Angelplatz zu halten oder zu locken. Die verschiedenen Angelmethoden unterscheiden sich in der Art und Weise, wie und wo der Fisch an den Angelhaken gebracht wird und welche Fischart bevorzugt beangelt wird.

 

Fliegenfischen

Das Fliegenfischen wird von den Fligenfischer selber als die "Königsdisziplin" des Angelns bezeichnet, sie bedarf ein hohes Maß an handwerklichem Geschick und verlangt ein waches Auge für Natur und Umgebung. Das Fliegenfischen ist eine aktive Angelmethode, die darauf abzielt dem Fisch eine natürlich erscheinende Nahrung, möglichst unauffällig zu präsentieren. Die beim Fliegenangeln benutzten Köder sind Trockenfliege, Nassfliege, Streamer und Nymphe. Als Fliegen bezeichnet man ca. 6 mm bis 3 cm große Köder, die aus Federn, Tierhaaren und vermehrt aus künstlichen Materialien bestehen. Es wird zwischen Nass- und Trockenfliegen unterschieden. Die Trockenfliege schwimmt auf der Wasseroberfläche und imitiert auf die Wasserfläche gefallene oder dort lebende Insekten. Eine Nassfliege schwimmt im Oberflächenfilm des Wassers oder sie taucht im Wasser unter. Als Streamer werden größere Fliegen bezeichnet, es gibt als bis zu 20 cm lange Exemplare, sie imitieren in der Regel kleine Fische oder Großinsekten und werden unter der Wasseroberfläche angeboten. Eine Nymphe wird nur unter Wasser angeboten, sie stellen Insektenlarven dar die unter Wasser leben. Die Kunst des Auswerfens und die Fertigkeiten des Fliegenbindens füllt ganze Bücherregale.

 

Brandungsangeln

Brandungsangeln

Das Fischen vom Ufer wird Brandungsangeln genannt, es erfolgt vom Strand, einer Seebrücke oder von Felsen. Beim Brandungsangeln wird mit relativ schweren Bleigewichten von 80 bis 250 g gefischt, häufig werden zusätzlich zur Grundstabilisierung Krallenbleie verwendet. Der Angelköder, der meist aus Wattwurm oder Fischfetzen besteht, wird möglichst weit ausgeworfen, um die tieferen Zonen zu erreichen, oft werden Wurfweiten von über 100 Meter erreicht. Um eine Steigerung der Wurfweite zu erlangen, werden spezielle Weitwurfvorfächer verwendet, diese reduzieren hauptsächlich den Luftwiderstand und stabilisieren das Vorfach in der Wurfphase. Auch spezielle Bleie werden für extreme Wurfweiten verwendet, um den Luftwiederstand und die Flugeigenschaften weiter zu optimieren. Die Fliehkräfte beim Wurf mit der Brandungsangel sind so groß, dass die Angelschnur überlastet und reißen kann, als Gegenmaßnahme werden so genannte Schlagschnüre mit erhöhter Tragkraft als Vorschnur zwischen Hauptschnur und Vorfach genutzt. Normalerweise werden beim Brandungsangeln Rutenlängen von 3,90 m und 4,50 m eingesetzt und die Wurfgewichte gehen bis zu 300 Gramm. Der typische Fische der beim Brandungsangeln in Deutschland erbeutet wird ist der Dorsch und Plattfische wie Flunder und Klische, es werden aber auch Aale, Meerforellen und Aalmutter gefangen.

 

Spinnfischen

Wobbler,Blinker

Spinnfischen oder Spinnangeln genannt, ist eine Angelmethode bei der überwiegend Kunstköder wie Blinker, Wobbler, Jerkbaits, Popper und Spinner eingesetzt werden. Das Wort Spinnfischen stammt aus dem Englischen und kommt von "to spin" was sinngemäß drehen, wirbeln oder kreiseln bedeutet. Die Vibrationen und optische Reize die beim Einholen der unterschiedlichen Köder auftreten, verleiten verschiedene Raubfische zum anbeißen. Spinnfischen kann vom Boot oder vom Ufer aus erfolgen, es ist sowohl im See, Fluß oder Meer möglich mit der Spinnangel zu fischen. Das Spinnangeln ist eine Mobile Angelmethode, bei der in aller Regel nicht lange an einem Platz verharrt wird, sondern das Gewässer nach Fischen abgesucht wird.

 

Stippfischen

Das Stippfischen ist eine Angeltechnik, bei der eine bis zu 16 Meter lang Rute ohne Rolle genutzt wird. Stippfischen wird hauptsächlich zum Fang von Weißfischen benutzt. Als Bissanzeiger werden kleine Schwimmer/Posen eingesetzt, die auch den kleinsten Zupfer am Köder erkennen lassen. Um beim Drill des Fisches die Fluchten und Stoße abzufangen, werden meist Gummizüge in die oberen Teile eingezogen.

 

Drop-Shop, Twistern

Das Angeln mit einem Weichplastikköder wie zum Beispiel einem Twister oder Shad wird oftmal als eigene Angelart bezeichnet. Warum? Nun, sie hat von der Art der Köderführung nicht viel mit dem Spinnfischen gemein, und sie nutzt in der Hauptsache die weicheren Köderarten. Ein Twister ist ein Wurmänlicher Köder der entweder einen oder zwei Schwanzfortsätze hat. Ein Shad ist eine Fischnachbildung aus Weichplastik oder Gummi mit einer verdickten Schwanzflosse. Heute haben Weichplastik oder Gummiköder vielerlei Formen, Farben und Größen. Oftmals gibt es auch Kominationen aus Weichplastikködern und Spinnködern, die die Fische durch verschiedene Reize anlocken sollen. Heute gibt es verschiedene Techniken um mit einem Weichplastikköder zu angeln, so zum Beispiel das Drop-Shot, das im Moment einen gewissen Erfolg hat. Hauptzielfische für diese Angelmethode sind Zander, Barsch und Hecht, da diese Angelart eine aktive Methode ist und vor allem Raubfische anlockt.

 

Karpfenangeln

Als Karpfenangeln wird der spezielle Fang von Karpfen bezeichnet. Als Köder wird oft der so genannte Boilie verwendet, dieser ist eine gekochte Teigkugel die es in verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt. Zum Beispiel gibt es Boilies in den Geschmacksrichtungen Erdbeere, Banane, Mais, Tigernüsse, Erdnüsse und gekochte Kartoffeln, dies sind beliebte und mehr oder weniger erfolgreiche Sorten. Viele Karpfenangler in aller Welt töten die gefangenen Karpfen nicht, sondern vermessen und Fotografieren sie nur unter dem Motto "Catch and Release", diese Methode ist recht umstritten, in einigen Gewässern ist sie Pflicht, in anderen ist Sie verboten. Eine Besonderheit des Karpfenangelns ergibt sich durch den langwierigen Ansitz, oft verbringt der Karpfenangler einige Tage und Nächte am Wasser. Um die Bisse der Fische in der Nacht nicht zu versäumen, werden so genannte elektronische Bissanzeiger eingesetzt, diese erzeugen bei einem Biss ein akustisches und optisches Signal. Für das Karpfenangeln gibt es eine Menge Ausrüstung, die extra für dies Angelmethode entwickelt worden sind.

 

Kutterangeln/Meeresangeln

Kutter

Besonders in Nordeuropa wird auf der Nordsee, Ostsee im Atlantik auf Dorsch, Wittling, Köhler, Makrele und einige andere Fischarten geangelt. In der Nähe der Küste kann man je nach Saison und Wetterlage auf Hering, Meerforelle, Scholle, Aal, Sprotte und Hornhecht angeln und hat so eine große Vielfalt von Möglichkeiten. Auf den Meeren wird zumeist von einen gemieteten Boot oder einem bezahlten Platz auf einem Kutter geangelt, die größte deutsche Kutterflotte liegt in Heiligenhafen an der Ostsee vor Anker. Der am meisten in der Ostsee gefangene Fisch ist der Dorsch, er wird entweder mit künstlichem Köder wie Pilker und oder einem Gummifisch, oder mit Naturköder wie Watt- und oder Seeringelwürmer an einem Grundblei gefangen. Beim so genannten 'Pilken', werden die Pilker genannten Köder auf den Grund abgelassen, und durch anheben und senken der Rute über Meeresgrund geführt. Die taumelnden und schlagenden Bewegungen beim Absinken des Köders verleiten den Fisch dann zum Anbiss. Pilker gibt es in allen möglichen Farben, Formen und Größen.

 

Schleppfischen oder Trolling

Unter dem Begriff Trolling oder Schleppfischen versteht man das Angeln mit der Angelrute aus einem fahrenden Boot heraus, hierbei wird der geschleppte Köder durch die Fahrt des Bootes in Bewegung und auf Tiefe gebracht. Es wird beim Trolling oder Schleppangeln hauptsächlich auf Raubfische geangelt, im Süsswasser auf Hechte, Seeforellen oder Regenbogenforellen, im Meer werden so meist Lachse, Meerforellen oder andere schnelle Räuber gefangen.

 

Big-Game

Als Big-Game-Fischen wird das Angeln von größeren Fischen (Haie, Thunfische, Marline, Schwertfische) bezeichnet. Big Game Fishing unterscheidet sich vom normalen Angeln im Meer durch die größe der Köder und die Größe der zu fangenden Fische. Es wird nach dem Prinzip des Schleppangelns, oder des Trollings von Motorbooten aus geangelt. In Europa kann man das Big-Game nur auf den Azoren oder den Kapverdischen Inseln betreiben, die Hauptgebiete für diese Angelart ist die Karibik und viele Küstengebiete im Pazifischen Ozean. Beim Big Game wird immer häufiger das Prinzip des Catch-and-Release verfolgt, wobei die gefangenen Fische schonend zurückgesetzt werden, nachdem sie teilweise Markiert wurden. Wichtig und für den Fangerfolg unabdingbar ist der Skipper, der Kapitän und die Mannschaft eines Big-Game-Bootes sind zu 90% für das gelingen der Fahrt und das Fangen eines Fisches verantwortlich. Big-Game ist keine unbedingt günstige Angelart, aber viele bescheinigen ihr einen hohen Suchtfaktor.