Fischarten im Süßwasser
Auf dieser Seite werden unsere heimischen Fischarten gezeigt und eine kurze Beschreibung gegeben. Es werden sowohl die großen Räuber wie Hecht und Zander, als auch die bekannten Friedfische wie Karpfen und Brasse erklärt. Es werden Merkmale, Lebensweise und Fortpflanzung beschrieben, sowie Tipps für den Angelsport gegeben.Aal (Anguila anguilla)
Merkmale:
Der Aal besitzt einen schlanken, schlangenförmiger Körper, der Rücken ist dunkel, der Bauch weiß bis Gelb. Der Aal hat einen Flossensaum aus Rücken-, Schwanz- und Afterflosse. Er hat keine Bauchflossen und ein paar Brustflossen. Der Aal besitzt nur sehr kleine Schuppen die von einer Schleimschicht bedeckt sind.
Lebensraum und Verbreitung:
Der Aal kommt in fast allen Gewässern vor, von kleinen Bächen bis zu großen Flüssen, im Brackwasser, im Meer und in allen stehenden Gewässern mit genügend Nahrung.
Größe und Gewicht:
Der Aal wird durchschnittlich etwa 40 bis 90 Zentimeter lang, maximal können 1,20 Meter und sehr selten noch drüber. das Gewicht liegt im Schnitt bei 500 Gramm und kann im Maximum 5 Kilogramm erreichen.
Angelmethoden und Angelköder:
Den Aal fängt man mit der Grundangel oder mit der Posenrute dicht über Grund. Als Köder für den Aal kommt fast alles in frage, den der Aal kann sowohl als Raubfisch, als auch als Friedfisch leben. Den raubenden Breitkopfaal kann man mit Fischfetzen, Köderfisch oder anderen Fleisch oder Fischködern erbeuten. Den Spitzkopfaal als Friedfisch bekommt man am besten mit einem Tauwurm oder mit Madenbündeln. Kräftige Haken und starke Schnüre sind bei diesem Fisch pflicht.
Aland (Leuciscus idus)
Merkmale:
Der Aland hat einen gestreckten und seitlich abgeflachten Körper sowie ein endständiges Maul. Der Rücken des Alands ist silbergrau, die Seiten silbern und der Bauch silberweiß. Die Flossen der Orfe sind von rötlichem Schimmer.
Lebensraum und Verbreitung:
Der Aland lebt in fast ganz Mittel- und Osteuropa nördlich der Alpen und auf dem Balkan. Er kommt in Flüssen, Kanälen und größeren Seen vor, daneben ist er auch in Brackwasserzonen und in ausgesüßten teilen der Ostsee heimisch.
Größe und Gewicht:
Der Aland erreicht im Durchschnitt eine Länge von 30 bis 40 Zentimeter, hierbei liegen die Gewichte zwischen 250 Gramm und 2 Kilogramm. Maximal kann der Aland Gewichte von 6 Kilogramm und 80 Zentimeter Länge erreichen.
Angelmethoden und Angelköder:
Stipprute oder normale Posenrute sind auf den Aland die häufigste Methode, aber auch auftreibende Grundruten erfüllen die Voraussetzungen für den Fang eines Alands. Als Köder für den Aland kommen neben klassischen Ködern wie Made und Wurm, auch Boilies und Teig zum Einsatz. Anfüttern erhöht die Chance auf Erfolg.
Äsche (Thymallus thymallus)
Merkmale:
Markantestes Merkmal der Äsche ist eindeutig die Fahne genannte Rückenflosse. Die Rückenflosse der Äsche hat eine graue Grundfärbung mit 4 bis 5 Reihen rötlicher Flecken. Der Körper der Äsche ist kräftig, das Maul ist unterständig, die Maulspalte eng und reicht nicht bis unter das Auge. Die Körperseiten der Äsche sind silbriggrau, auf dem Rücken mit schwarzen Punkten und ins braune verlaufend.
Lebensraum und Verbreitung:
Die Verbreitung der Äsche geht in Nord-Süd-Richtung von Lappland und den Gebieten um das Weiße Meer, bis in den südlichen Raum der Alpen. Westliche Grenze der natürlichen Verbreitung der Äsche ist das östliche Frankreich, sie kommt auf den britischen Inseln in Wales und England vor. Östlichstes Vorkommen der Europäischen Äsche ist das Donaugebiet und das Wolgabecken. In den anderen Gebieten ist die Äsche nur unregelmäßig verbreitet, oder wurde später durch Besatzmaßnahmen eingebürgert.
Größe und Gewicht:
Die Größe einer ausgewachsenen Äsche liegt in der Regel zwischen 30 und 45 Zentimeter, die Gewichte betragen dann etwa 500 bis 1.500 Gramm. Kapitale Exemplare der Äsche können bis zu 3 Kilogramm schwer und sind dann bis zu 60 Zentimeter lang.
Angelmethoden und Angelköder:
Meist genutzte Methode auf Äschen ist das Fliegenfischen mit Fliege, Nymphe oder Streamer. Äschen können aber auch mit der Posenrute oder mit feinen Spinruten beangelt werden.
Bachforelle (Salmo trutta forma fario)
Merkmale:
Die Bachforelle hat einen schlanken, torpedoförmigen Körper. Der Rücken der Bachforelle ist braun, olivgrün. Die Seiten der Bachforelle ist gelbbraun mit vielen schwarzen und roten punkten, von denen die roten entweder weißen oder blauen rändern umgeben werden.
Lebensraum und Verbreitung:
Die Bachforelle ist in gesamt Europa verbreitet; vom Nordkap bis Süditalien, von Portugal bis zum Ural kommt dieser Fisch vor. Lebensraum der Bachforelle sind Bäche, Flüsse und sauerstoffreiche Seen.
Größe und Gewicht:
Die Bachforelle wird durchschnittlich 25 bis 50 Zentimeter Groß und hat dann ein Gewicht von 250 - 750 Gramm. Maximal wird die Bachforelle bis 80 Zentimeter und über 5 Kilogramm, die Angelrekorde liegen über 15 Kilogramm und Längen von mehr als einen Meter.
Angelmethoden und Angelköder:
Die Bachforelle ist ein typischer Fliegenfisch; soll heißen das er am besten mit einer Fliegenrute und Fliege, Streamer oder Nymphe beangelt wird. Mit der Spinnrute und kleinen Spinnködern ist ein angeln auf die Bachforelle auch möglich. In Seen und breiteren Flüssen sollte man es mit Posenködern wie Wurm oder Fischfetzen auf die Bachforelle versuchen.
Barsch (Perca fluviatilis)
Merkmale:
Der Barsch hat einen gedrungenen und an der Basis breiter Körper, er besitzt eine oliv bis grüne Färbung und bis zu neun dunklere Querbinden. Der Flussbarsch hat wie alle Barsche zwei Rückenflossen, die vordere der beiden ist mit Stachelstrahlen versehen.
Lebensraum und Verbreitung:
Der Barsch kommt mit einigen Ausnahmen in ziemlich allen Binnengewässern Europas vor.
Größe und Gewicht:
Die Durchschnittliche Größe des Barsches liegt zwischen 15 und 30 cm, aber auch 40 bis 50 cm sind möglich. Der Barsch kann Gewichte bis maximal 3 Kg erreichen.
Angelmethoden und Angelköder:
Spinnfischen mit kleinen Spinködern, mit der Pose und kleinem Köderfisch oder mit Wurm.
Hecht (Esox lucius)
Merkmale:
Der Hecht hat einen runden, seitlich abgeflachten Körper, einen langen großen Kopf und ein oberständiges Maul. Die großen Rücken- und Afterflossen des Hechtes, sind weit nach hinten verlagert. Die Farbe des Hechts variiert je nach Lebensraum von grünlich bis bräunliche. Die Oberseite vom Hecht trägt ein Muster aus länglichen helleren Flecken.
Lebensraum und Verbreitung:
Der Hecht kommt in gesamt Europa und Nordasien vor, ausnahmen sind Nord-Skandinavien und einige Teile der Iberischen Halbinsel.
Größe und Gewicht:
Normale Hechte werden zwischen 50 und 100 cm groß. Längen von 130 bis 150 cm sind aber möglich. Hechte können bis zu 35 Kg schwer werden.
Angelmethoden und Angelköder:
Alle möglichen Kunstköder, Naturköder und Angelarten können einen Hecht erbeuten. Erfolgreich auf Hecht sind aktive Angelarten.
Karpfen (Cyprinus carpio)
Merkmale:
Der Karpfen hat eine gedrungene füllige Körperform, lange Rückenflossen und ein Vorstülpbares Maul mit vier Barteln. Durch die verschiedenen Zuchtformen kommen auch unterschiedliche Schuppenanordnungen und Farben zu stande.
Lebensraum und Verbreitung:
Ursprünglich aus dem Einzugsgebieten des Kaspischen und es Schwarzen Meeres stammend, ist der Karpfen heute in allen gemäßigten und Warmen Zonen Europas vertreten. Der Karpfen kommt in fast allen langsamen und stehenden Gewässertypen vor.
Größe und Gewicht:
Der Karpfen hat Durchschnittsgrößen von 35 - 50 cm und Gewichten bis 3 kg. Möglich sind beim Karpfen aber auch 1,2 m und 30 kg bei einem Alter von bis zu 50 Jahren.
Angelmethoden und Angelköder:
Grundmontagen oder Bodennahe Posenmontagen mit Proteinhaltigem Naturköder. Oft werden sogenannte Boilies für Karpfen genutzt.
